Das Ammonium–Speichervermögen von mit Klinoptilolith behandelten Böden, wurde anhand eines Topfversuches mit Gartenrettich (Raphanus sativus) und verschiedenen Mineraldünger und Mineraldünger-Klinoptilolithgemischen bzw. mit Ammonium aktiviertem Klinoptilolith in einem sandigem Lehmboden untersucht.

Abb.: Trockensubstanz und Wurzelfrischgewicht von Gartenrettich in 5 verschiedenen Sorten von Boden-Mineraldüngergemischen:
- Ammoniumsulfat (336 kg N/ ha)
- Harnstoff
- Ammoniumsulfat + Klinoptilolith (336 kg N / ha)
- Harnstoff + Klinoptilolith
- Ammonium aktivierter Klinoptilolith
Die klinoptilolithhaltigen Mischungen weisen einen vergleichbaren oder besseren Ertrag, als die reinen Mineraldünger auf und im Falle des mit Ammonium aktivierten Klinoptilolithes sind die Mittelwerte gegenüber den reinen Mineraldüngerzusätzen sowohl in der Trockensubstanz als auch im Wurzelfrischgewicht signifikant höher. (ungep. T-Test).
Sehr interessante Daten zum Nährstoffrückhaltevermögen der mit Klinoptilolith behandelten Böden im oben genannten Versuch zeigt die Stickstoffbilanz.

Abb.: Stickstoffgehalt in mg / Pflanze und verbleibender Ammoniumgehalt im Boden in ppm
Die beiden Untersuchungen zeigen, dass der Stickstoff der Klinoptilolith-Mineraldüngermischungen gegenüber den reinen Mineraldüngern effizienter genutzt wird, da bei vergleichbaren bis signifikant höheren Erträgen und Stickstoffaufnahmen, höhere Rest-Ammoniumgehalte im Boden gemessen wurden.
Der höhere Rest-Ammoniumgehalt lässt sich einerseits durch geringere Auswaschung und andererseits durch eine reduzierte Nitrifikation erklären.

