Teichbau Tipps

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1.) Legen Sie den Teich so an, dass die Wasseroberfläche 10 bis 20 Zentimeter über dem Geländeniveau liegt. Nageln Sie die Folie am Ende an ein Lattengestell.

2.) Der Folienrand wird mit Grobkies abgedeckt oder mit einer Wandolithmatte abgehängt, um eine Kapillarsperre zu erreichen. Koffern Sie das Erdreich tief genug aus. Je tiefer Sie den Teich anlegen, um so mehr Biologie baut sich später auf.

3.) Vermeiden Sie langgezogene Flachwasserzonen, und senken Sie schon nach der ersten Stufe mindestens 50 Zentimeter ab. Verzichten Sie auf so genannte Sumpfzonen, sie sind – entgegen der landläufigen Meinung – zur Wasserreinigung ungeeignet.

4.) Die gesamte Folie sollte mit einer möglichst 30 Zentimeter starken Kiessandschicht abgedeckt werden, auch in den Tiefenbereichen.

5.) Wenn Sie es sich leisten wollen, können Sie hinter eine Porotonsteinmauer einen Rasensprengschlauch legen (flach mit Löchern), der an die Porotonsteine gebunden wird. Bei starker Verschmutzung des Wassers kann man dann mit einem Kompressor Luft in die betroffenen Regionen pumpen und die Ablagerungen so innerhalb einiger Tage entfernen.

6.) Lassen Sie kein Dachrinnenwasser in den Teich laufen und setzen Sie Fische frühestens 4 Monate nach Fertigstellung des Teiches ein.

7.) Wasser wird immer aus 2 bis 3 Meter Höhe mit einer feinen Brause nachgefüllt. Es nimmt Sauerstoff mit in den Teich. Weder Grundwasser noch Stadtwasser, das reichlich Chlor enthält, verfügen über Sauerstoff. Beides ist als Teichwasser ungeeignet, weil der Teich dadurch erheblich belastet wird.

8.) Wenn das Fischfutter nicht innerhalb weniger Minuten von der Wasseroberfläche verzehrt wird, sollte die Fütterung einen Tag ausgesetzt werden.

9.) Anstelle von reinem Fischfutter kann für alle Arten von Teichfischen – auch für Kois – eine preiswertere Alternative verfüttert werden: Mischen Sie 30 Prozent Fischfutter mit 70 Prozent Haferflocken.

10.) Vermeiden Sie folgende Bäume in Teichnähe: Eichen, Erlen, Eschen, Kiefern, Fichtenarten, Eiben und Thuja.

11.) Sorgen Sie für eine eisfreie Zone, möglichst in der Teichmitte, damit Faulgase abziehen können.

12.) Wenn der Teich bei trockenen Wetterlagen Wasser verliert, bei Regenwetter der Wasserspiegel aber wieder angehoben wird, dann ist eine Kapillarzone entstanden, eventuell sind Pflanzenwurzeln vom Rasen oder angeschwemmte Feinteilchen im Bereich des Folienrandes die Ursache.

Faustregel:

Ein 10 Kubikmeter großer Gartenteich verliert im Sommer bei hohen Wassertemperaturen pro Tag ca. 10 bis 15 Liter Wasser. Ist der Verlust höher, kann davon ausgegangen werden, dass hier eine Kapillarverbindung entstanden ist.

 

Teiche für kleine Kois

Die Bauweise die ich geschildert habe, wird auch beim Koi-Teich angewandt – zumindest gilt das für kleine Kois, die noch weniger als 10 cm lang sind. Kleine Kois wachsen mit dem der Natur nachgebauten Teich auf und werden niemals, auch nicht wenn sie ausgewachsen sind, die Pflanzflächen durcheinanderwirbeln und damit ihr Revier zerstören.

Teiche für große Kois

Bei der oberen Pflanzzone sollten die Porotonsteine mit der Wasseroberfläche abschließen. Diese Pflanzzone sollte rund um den Teich angelegt sein. So ist gewährleistet, dass an allen Seitenflächen überschüssige Nährstoffe abgebaut werden können. Durch die Pflanzen kommt es zu einer Sogwirkung am Tag, und in den Nachtstunden wird über die Pflanzenwurzeln Sauerstoff zurücktransportiert. Auf die eingebaute Sandschicht wird eine Wurzelmatte gelegt, auf die eine 5 Zentimeter dicke, sauber ausgewaschene Kiessandschicht geschüttet wird. Die Kois können dann in dieser Schicht gründeln, ohne die darunter liegende Filtersandschicht zu zerstören. Diese Technik muss aber nur dann angewandt werden, wenn nach der Fertigstellung große Kois eingesetzt werden sollen. Achten Sie darauf, dass die obere Fläche auch wirklich 30 Prozent Pflanzen enthält!

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