Es ist ein angenehmes Geräusch für uns Menschen, wenn Wasser aus Fontänen, Sprudlern oder gar Wasserfällen plätschert. Bei großen Teichanlagen von mindestens 150 Quadratmetern Oberfläche ist das in Ordnung, aber die Installation in Mini-Teiche bedeutet Tierquälerei. Wasser ist der beste Überträger von Schallwellen. In einem kleinen Becken sind die Fische durch das plätschernde Wasser unerträglichen Geräuschen ausgesetzt. Außerdem können viele Fontänen oder Wasserfälle großen Schaden anrichten. Wer sie nicht richtig einsetzt, schadet den biologischen Abläufen, weil die Wasserqualität verschlechtert wird, auch wenn Werbung oder Literatur etwas anderes versprechen.
Stellen Sie sich einen Tag im Hochsommer vor, mit blauem Himmel und Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad und ein Bachlauf oder eine Fontäne plätschert welch angenehme Atmosphäre. Hier ist jedoch Vorsicht geboten! Wenn Wasser durch warme Luft geschickt wird, können die im Wasser vorhandenen kühlen Sauerstoffmoleküle sofort entweichen. Jeder Wassertropfen nimmt die Wärme mit in den Teich, und die Wassertemperatur steigt in wenigen Stunden auf 25 bis 30 Grad an. Und da warmes Wasser kaum Sauerstoff speichern kann, wird der vorhandene Sauerstoff im Teich immer geringer. An warmen Sommertagen sollten solche “Spielereien” abgestellt werden und erst in der Nacht wieder betrieben werden! Wasser nimmt durch den Kontakt mit der Nachtluft Kühle und Sauerstoff auf.
Steigen im Sommer die Wassertemperaturen über 28 Grad und wird der vorhandene Sauerstoff geringer, dann stellen die meisten wassereinigenden Kleinstlebewesen ihre Tätigkeit vorrübergehend ein. Bei ohnehin gefährdeten Teichen kann es dann zum so genannten ,,Umkippen” kommen. Ich habe viele Forellenteiche gesehen, in denen der gesamte Forellenbestand in nur zwei Stunden verendet war, weil durch zu starke Erwärmung der Sauerstoff fehlte.

