Ich arbeite in die unterste Sandschicht 2 Kilogramm Zeobakterlith pro Kubikmeter ein. Durch diese Beimischung verhindere ich für die nächsten Jahre eine Faulschlammbildung. Kommt es trotzdem zu Ablagerungen am Grund, kann man zu jeder Jahreszeit kleine Mengen Zeobakterlith von oben nachstreuen. Schon geringe Mengen binden sofort die richtigen Bakterien zum Abbau der abgesunkenen Teilchen und minimieren die Bildung von Faulgas.
Die erste Stufe wird mit mindestens 10 Wasserpflanzen pro Quadratmeter bepflanzt. Ein gutes Gemisch aus vielen Pflanzensorten ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern lockt auch viele Arten von Insekten an den Teich. Auf Rohrkolben sollte verzichtet werden, auch Lilien sind nur in Maßen einzusetzten. Diese beiden Sorten Wasserpflanzen wachsen sehr stark, überwuchern alle Kleinpflanzen und haben durch ihre starke Halmmasse den Nachteil, dass sie durch den winterlichen Verrottungsprozess zu viel Faulschlamm hinterlassen. Wenden Sie sich bei Bedarf immer an eine Baumschule für Wasserpflanzen.
Faulschlamm-Faulgase gehören zu den Kriterien der Landschaftsgärtner, weshalb sie keinen Sand einbauen wollen und auf Bodenabläufe fixiert sind. Bei flachen Gewässern, hohem Fischbesatz und Laubeinfall kann Faulgas sicherlich zum Problem werden. Aber auch hier gibt es Abhilfe: Die eingebaute Sandschicht sollte mindestens 40 Zentimeter im Bodenbereich betragen, um hohe Konzentrationen an wasserreinigenden Organismen zu binden. Mein Rat: Ist diese Technik nicht anwendbar, dann streuen Sie in Abständen von jeweils ca. 8 Tagen kleine Mengen Zeobakterlith ins Wasser. Die dann am Boden liegenden Zeolithsteinchen (noch besser in Pulverform) beschleunigen den Zersetzungsprozess und binden alle aufsteigenden Gase, bevor der Winter einsetzt. Seit vielen Jahren empfehle ich Besitzern von Kleinteichen mit hoher Belastung diese Technik.
Die Anzahl der Pflanzen berechnet man folgendermaßen: Es sollten 30 Prozent der gesamten Wasseroberfläche bepflanzt sein. Nur sporadisch eingesetzte Pflanzen haben keinen Sinn. Vermeiden Sie langgezogene Flachwasserzonen oder die immer wieder angepriesenen Sumpfzonen. Ein sehr stark bepflanzter Randstreifen ist wichtig. Die Bepflanzung sollte stark sein, mit mindestens 10 Pflanzen pro Quadratmeter, damit nach möglichst kurzer Zeit der Pflanzbereich zugewachsen ist und Sonnenstrahlen nicht mehr an die unter den Pflanzen liegende Sandschicht treffen.
Setzen Sie alle Pflanzen in den angeschütteten Sand. Zu dicke Teicherde an den Pflanzenwurzeln sollte leicht abgewaschen werden. Auf keinen Fall darf Teicherde oder Lehm als Pflanzen-Untergrund eingebaut werden. Alle eingesetzten Pflanzen müssen von der Energie des Wassers leben. Sie haben keine Nährstoffgrundlage außer der Wassertropfen, die den Pflanzen Energie geben und sie wachsen lassen. (Setzen Sie zum Beispiel den abgeschnittenen Zweig eines Forsythienstrauches, einer Weide, Pappel oder das Blatt eines Usambara-Veilchens in ein Glas Wasser, werden Sie schon nach kurzer Zeit feststellen, dass sich Wurzeln bilden, auch ohne jeden Dünger. Selbst aus Leitungswasser können Pflanzen Energie gewinnen.)
In einer Tiefe von 50 bis 75 Zentimetern wird eine große Anzahl Tannenwedel, Seekanne, Igelkolben und Sumpfschachtelhalm dicht gepflanzt, mindestens 5 Stück pro Quadratmeter. Die darunter liegenden Zonen können Sie unbepflanzt der Natur überlassen. Die beiden bepflanzten Stufen werden zwangsläufig zu Bio-Filtern. Denn weil keine ausreichenden Nährstoffe vorhanden sind, müssen die Pflanzen aus dem Teichwasser alles Nährstoffhaltige herausfiltern. Die Algen werden kaum eine Chance bekommen, sich übermäßig zu vermehren. Sie sind in genügenden Mengen vorhanden und das ist auch gewollt. Sie können den Teichliebhaber nicht verärgern, denn das Wasser bleibt sauber! Und diese biologischen Verhältnisse funktionieren viele Jahre, ohne dass der Mensch eingreifen muss.
Wichtig: Im ersten Jahr zeigen alle Pflanzen wenig Wachstum, einige sehen sogar kümmerlich aus, im zweiten Jahr entwickeln alle Pflanzen ihre volle Größe und blühen reichlich. Setzen Sie im ersten Jahr keine Schwimmpflanzen ein, da die in der Sandschicht stehenden Wasserpflanzen so hohe Nährstoffkomponenten aus dem Wasser ziehen, dass die frei schwimmenden Pflanzen nicht in der Lage sind, die restlichen Nährstoffe für sich in Energie umzuwandeln. Wer trotzdem Krebsscheren, Wassersalat, Hyazinthen und weitere Schwimmpflanzen einsetzt, wird schnell erkennen, dass diese Pflanzen glasig werden, keinerlei Wachstum zeigen oder sogar eingehen.

