Ein weit verbreiteter Fehler ist, dass die Teiche häufig als tiefster Geländepunkt abgebildet sind. Das ist für ein künstlich angelegtes Gewässer falsch. Wenn der Wasserspiegel tatsächlich unterhalb des Geländeniveaus liegt, besteht eine große Gefahr bei starken Regenfällen. Denn Rasenflächen, Blumenbeete oder Grobkiesflächen können die Wassermengen, die sich bei schweren Unwettern entladen, nicht aufnehmen. Bei Gewitterregen mit 40 bis 60 Liter Regenwasser pro Quadratmeter läuft Oberflächenwasser in den Teich. Deshalb sollten in unmittelbarer Nähe eines Teiches keine Böschungen angeschüttet werden. Auch bei Schneelagen tritt dieser Effekt auf, weil bei der Schneeschmelze und vielleicht noch leicht gefrorenem Unterboden auch hier das Wasser zum tiefsten Punkt fließt – in den Teich.
Bei dieser Art von Wasserzufuhr werden viele fremde Materialien in den Teich transportiert. Wenn dann die Wassertemperaturen im Frühjahr ansteigen, “blüht” im wahrsten Sinne des Wortes das Algenproblem. Manchmal kann man eine Fadenalge schon unter einer Eisdecke beobachten, wie sie Nährstoffe in Wachstum umwandelt.

